Wie bewerbe ich mich für ein Stipendium?

Förderungen-FAQ

Überlege, welche Stipendien zu Dir passen und was Dir gerade bei Deiner Arbeit weiterhilft. Schau Dir an, wer hinter den Förderungen steht, wer in der Jury sitzt und welche Künstler*innen bisher gefördert wurden. Das kann Dir dabei helfen, zu entscheiden, ob die Ausschreibung zu Dir passt oder nicht. Außerdem solltest Du Dir die Ausschreibungen genau durchlesen und prüfen, ob das gesuchte Profil auf Deine Arbeit und Deine Bedürfnisse zutrifft.

Anschließend kannst Du Dir eine Tabelle anlegen und notieren, für welche Stipendien Du Dich wann bewirbst, um nicht den Überblick zu verlieren. Dafür solltest Du Zeit einplanen. Mögliche Kategorien in der Liste: Abgabefrist, Priorität, Name der Förderung, Art und Höhe der Förderung, Webadresse, Kontakt bei Rückfragen, Bewerbungssprache, Dauer des Stipendiums, Zu- oder Absage.

Es wird Dir sehr weiterhelfen, wenn Du Deine bisherigen Projekte sortiert und dokumentiert hast. So sind zum Beispiel bei Ausstellungen hochwertige Fotos und gesammelte Presserezensionen wichtig. Gib nicht immer dieselbe Bewerbung ab, sondern passe Dein Portfolio an die Ausschreibung an. Wenn eine Ausstellung gefordert ist, hebe Deine bisherigen Ausstellungen hervor. Wenn Du eine Projektförderung möchtest, zeige, dass Du schon ähnliche Projekte erfolgreich realisiert hast oder Erfahrungen gesammelt hast, die Dir bei der Umsetzung helfen werden.

Lies Dir aufmerksam die Ausschreibung durch und notiere Dir alle Voraussetzungen, die das Portfolio erfüllen sollte. Es kann sein, dass nur bestimmte Formate genommen werden, das Projekt in zwei Sprachen eingereicht werden muss oder eine vorgegebene Datenmenge nicht überschritten werden darf. Gelegentlich werden Termine für offene Fragerunden angeboten, an denen Du teilnehmen kannst, oder es ist eine Kontaktperson vermerkt, an die Du Dich im Vorfeld wenden kannst. Falls ein Motivationsschreiben gefordert ist, dann recherchiere davor über den Ort und die Institution und überlege Dir, warum Du besonders gut zu diesem Stipendium passt und inwiefern es wichtig für Deine künstlerische Weiterentwicklung sein könnte.Interessant könnte auch für die Jury sein, inwiefern Dein gewähltes Projekt oder der Kern Deiner Arbeit für gesellschaftliche Diskurse relevant ist und welche langfristigen Ziele Du mit Deiner Arbeit verfolgst.

Bei der Gestaltung Deines Portfolios achte darauf, keine grafischen Todsünden zu begehen oder störende Schriftarten zu verwenden. Im Zweifelsfall kennst Du vielleicht eine*n Grafik-Designer*in, der/die Dich beraten kann. Sonst sei sehr zurückhaltend und schlicht in der Gestaltung und lass Deine Arbeiten für sich sprechen. Wenn ein Portraitfoto von dir gefordert wird, kannst Du ein professionelles Bild von Dir machen lassen, das Du immer wieder verwenden kannst.

Gehe vor dem Abschicken noch einmal alle Daten durch und vergleiche sie mit der Ausschreibung. Achte darauf, dass die angeforderten Unterlagen vollständig sind und die Benennung Deiner Dokumente korrekt ist.

Kontrolliere alle Texte auf Formulierungen und korrekte Rechtschreibung, dafür gibt es kostenlose Internetseiten: www.rechtschreibpruefung24.de.
Synonyme für Formulierungen findest Du unter: www.synonyme.woxikon.de. Falls Du Links zu Presseartikeln, Dokumentationen oder Videoarbeiten in Deinem Portfolio hast, kannst Du sie mit bitly.com kostenlos abkürzen. Pdf-Dateien verkleinern kannst Du unter: www.chip.de/tools/pdf/pdf-komprimieren/

Wenn Du die Unterlagen analog einreichst, dann wähle hochwertiges Papier und überlege, ob Du das Portfolio um eine Seitennummerierung ergänzt, da sie während des Auswahlprozesses der Jury durcheinander geraten können.

Besonders bei längeren Aufenthaltsstipendien kann es vorkommen, dass eine Auswahl an Bewerber:innen zu Vorstellungsgesprächen eingeladen wird. Dies kann in kleiner Runde sein, aber auch vor einem ganzen Verein. Wenn Dich das nervös macht, dann kannst Du Dir im Vorfeld mögliche Fragen überlegen und Dir Antworten zurechtlegen und Dich von einer vertrauten Person zum Termin bringen lassen.

Leider kommt es bei den meisten Stipendien zu Absagen. Oder noch schlimmer: Nur die Gewinner:innen werden informiert, und der Rest bekommt nicht mal eine Benachrichtigung. Auf ein ausgeschriebenes Stipendium bewerben sich teilweise Hunderte von Künstler*innen. Darüber zu grübeln, aus welchem Grund das eingereichte Portfolio gescheitert ist, ergibt wenig Sinn. Vielleicht hat eine andere Person besser zum Profil gepasst, vielleicht war der Zeitpunkt der Bewerbung falsch – es gibt unzählige Möglichkeiten, warum es nicht geklappt hat. Wer sich für Stipendien bewirbt, sollte mit Absagen rechnen und sie als Teil des Weges sehen. Und es sollte nicht vergessen werden, dass Jurys auch Netzwerke sein können. Vielleicht bist Du nicht die richtige Person für das Stipendium gewesen, wirst aber für ein anderes Projekt entdeckt.

Stipendien

Ein Stipendium ist eine finanzielle oder ideelle Förderung für Künstler*innen. Die Unterstützung kann durch die Finanzierung eines Projekts, die Bereitstellung von Wohn- oder Arbeitsräumen, Zugang zu Netzwerken und Publikationsplattformen oder eine Kombination daraus erfolgen. Eine kurze Geschichte der Künstlerresidenz ist hier nachzulesen. {TOTER LINK}

Es gibt wenige Stipendien und Preise, die speziell für Comic ausgeschrieben werden. Ansonsten gilt Comic sowohl als Literatur als auch als Bildende Kunst. Bei manchen Stipendien müssen die Bewerbenden angeben, welcher Sparte sie zugehörig sind, hier kannst Du individuell entscheiden, ob Du Deine Arbeit eher als Literatur oder Kunst bezeichnen würdest.

Bei manchen Stipendien ist das eine Voraussetzung, bei vielen allerdings nicht. Die zu erfüllenden Kriterien findest Du in der betreffenden Ausschreibung. Ein Comicpreis, der unter anderem selbst publizierte Publikationen unterstützt, ist der GINCO-Award.

Die meisten Stipendien sind für Duos oder Künstler*innen-Kollektive zugelassen, sofern die Fördersumme durch die Anzahl der Personen aufgeteilt wird. Bei manchen Förderungen gibt es eine höhere Förderung, sobald sie an mehrere Personen vergeben werden.

Bei manchen Stipendien ist das eine Voraussetzung, bei vielen allerdings nicht. Die zu erfüllenden Kriterien findest Du in der betreffenden Ausschreibung.

Je nach Stipendium. Die meisten Stipendien sind für Künstler*innen, die ihr Studium schon abgeschlossen haben. Aber es gibt auch einige, bei denen Studierende zugelassen sind, und es gibt Stipendien, die sich ausschließlich an Studierende richten. Auf vielen Webseiten von Kunsthochschulen werden speziell Ausschreibungen gesammelt, die sich an Studierende richten.

Informiere Dich zuerst, ob es in der Ausschreibung Vorgaben zum Portfolio gibt, was den Umfang, das Format und den Inhalt betrifft. Falls nichts Gegenteiliges gefordert ist, stelle eine Auswahl an Arbeiten von Dir zusammen. Die Fotos und Bilder kannst Du mit Texten ergänzen. Manchmal wird eine Leseprobe aus Deinen Comics gefordert.

Das sind optionale Daten, die Du angeben kannst: Geburtsjahr und -ort, schulische Ausbildung, Praktika, künstlerische Ausbildung, Auslandssemester, soziales Engagement, Nominierungen, bisherige Stipendien und Preise, Publikationen im Eigenverlag, Verlagspublikationen, Kataloge, Einzelausstellungen, Gruppenausstellungen, Presserezensionen, Zitate anderer über Dich, Blurbs (Klappentexte), Lesungen, Workshops und Veranstaltungen.
Bei manchen Bewerbungen ist ein Portraitfoto angebracht, bei anderen werden die Bewerbungen der Jury anonymisiert vorgelegt, sodass sie nur die künstlerische Arbeit bewerten kann.

Ein Artist Statement ist die Beschreibung seiner/ihrer Arbeit durch den/die Künstler*in. Der kurze Text dient zum Verständnis der künstlerischen Arbeit. Bei vielen Bewerbungen ist ein Artist Statement oder eine kurze Beschreibung der künstlerischen Arbeit gefordert.

Manche Wettbewerbe und Stipendien stellen zu hohe Anforderungen an die Künstler*innen oder beinhalten unfaire Bedingungen. Mit diesem Appell der Illustratoren Organisation kannst Du Ausschreibungen überprüfen. {TOTER LINK}

Eine Bewerbung kann in zwei Stunden erstellt werden, sie kann aber auch zwei Wochen dauern. Je mehr Bewerbungen Du schreibst, desto schneller wirst Du. So ist es ratsam, für die erste Bewerbung mehr Zeit einzuplanen, die Dokumente systematisch zu sortieren und Texte mehrfach zu überarbeiten. Auf dieser Basis lassen sich zukünftige Bewerbungen aufbauen, und die erstellte Datei kann je nach Stipendium modifiziert und angepasst werden.

Besonders Aufenthaltsstipendien sind leider oft nicht auf Kinder eingestellt, bei manchen sind Kinder sogar explizit verboten. Aber es gibt spezielle Stipendien, die nur für Künstler:innen mit Kindern ausgeschrieben werden. Eine Liste für Aufenthaltsstipendium mit Kinderbetreuung findest Du hier.

Aufenthaltsstipendien sind leider oft nicht barrierefrei oder informieren darüber nicht in ihren Ausschreibungen. Eine positive Ausnahme ist zum Beispiel das Stipendium des Goethe-Instituts in der Villa Kamogawa, das ausdrücklich Künstler*innen mit Einschränkungen/Behinderungen einlädt, sich zu bewerben und detaillierte Informationen zur Unterkunft und Umgebung bezüglich der Barrierefreiheit bereitstellt.

Für manche Stipendien und Preise wird eine Gebühr erhoben. Beim Großteil der Stipendien und Preise wird keine Gebühr fällig, und die Bewerbung ist kostenlos.

Je nach Stipendium. Bei manchen Stipendien ist es sogar Voraussetzung, am Anfang des Projektvorhabens zu stehen, andere fördern nur weit fortgeschrittene Projekte.

Manchmal wird eine standardisierte Bestätigung verschickt. Wenn Du die Bewerbung per Mail schickst, kannst Du um eine kurze Bestätigung bitten.

Meistens wird eine standardisierte Absage verschickt, manchmal werden nur die Gewinner*innen informiert, und der Rest erhält nicht mal eine Benachrichtigung.

Üblicherweise erhältst Du keine Begründung für eine Ablehnung, da die Kapazitäten der Jury dafür nicht ausreichen. In vielen Ausschreibungen wird darum gebeten, von telefonischen Nachfragen abzusehen.

Es gibt keine Quote, bei manchen klappt es nie. Allerdings ist es nicht ungewöhnlich, Absagen zu bekommen. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, kannst Du Deine Bewerbungen dokumentieren: wie viel Zeit Du damit verbringst und wie viele Zu- und Absagen es gab. So kannst Du besser abschätzen, ob sich der zeitliche Aufwand für Dich lohnt oder nicht.

Ob das möglich ist, kannst Du unter den Voraussetzungen in der jeweiligen Ausschreibung nachlesen. Für manche kannst Du Dich nur begrenzt bewerben, bei anderen sind Mehrfachbewerbungen ausdrücklich erwünscht.

Doppelte Zusagen sind nicht selten, da sich viele Künstler*innen für mehrere Stipendien gleichzeitig bewerben. Kontaktiere einfach die Ansprechpersonen und finde gemeinsam mit ihnen eine Lösung, zum Beispiel dass ein Stipendium zeitlich verschoben wird.

Je nach Stipendium. In manchen Fällen wird die Abrechnung stichprobenartig überprüft, bei anderen müssen alle Rechnungen in Form eines Abschlussberichts vorgelegt werden, bei manchen ist gar keine Abrechnung notwendig. Ist das nicht vertraglich festgelegt, ist es ratsam, sich vor Beginn des Stipendiums zu informieren.

Mögliche Verpflichtungen sind zum Beispiel eine Zwischenpräsentation des Projekts oder ein Atelierbesuch, ein Zwischenbericht oder Abschlussbericht, eine Ausstellung, eine Lesung, eine Podiumsdiskussion, ein Katalog, ein Workshop oder ähnliches. Solche Verpflichtungen werden im Voraus meist vertraglich vereinbart und können verhandelt werden. Außerdem wird erwartet, an Presseterminen teilzunehmen. Bei Aufenthaltsstipendien gibt es häufig eine Hausordnung.

In seltenen Fällen ist Besuch verboten, meistens kann der/die Partner*in gegen einen Aufpreis mit in der Unterkunft wohnen. Manchmal ist es kostenfrei.

Die meisten Stipendien sind steuerfrei, denn sie dienen der Förderung von Forschung, der wissenschaftlichen oder der künstlerischen Aus- und Fortbildung.

Bei Projektförderungen kann bei der Bewerbung um einen Zeitplan und eine Projektbeschreibung gebeten werden. In der Realität sind die Vorhaben eher selten wie geplant umsetzbar und es kommt zu Veränderungen. Je nach Förderinstitution und vertraglichen Vereinbarungen können diese Veränderungen gemeldet oder beispielsweise in Form eines Abschlussberichts begründet werden. Im Zweifelsfall frage die entsprechende Kontaktperson und kläre mögliche Optionen ab, bevor Du eine Entscheidung fällst. Ein Beispiel, in dem ein solcher Fall vor Gericht gelandet ist, ist hier nachzulesen.

Die Residenzpflicht ist meistens im Vertrag festgelegt. Dort kann sie in Form einer Quote (zum Beispiel 80/20) oder bei kürzeren Stipendien nach Anzahl der Tage angegeben sein. Ist das nicht vertraglich festgelegt, ist es ratsam, sich vor Antritt des Stipendiums auf einen Zeitraum zu einigen.

Stipendiengebende sind keine Auftraggebende, und bei Stipendien muss die künstlerische Freiheit sichergestellt werden. Allerdings kann sich eine Stiftung von künstlerischen Projekten distanzieren, wenn das Projekt den Ruf der Stiftung schädigt.

Zwischenpräsentationen, Atelierbesuche oder Zwischenberichte sind meist in der Ausschreibung oder im Vertrag schriftlich vereinbart und sollten nicht ohne vorherige Absprache mit dem/der Künstler*in stattfinden.

In vielen Verträgen finden sich Formulierungen, in welcher Form die Förderinstitution im Falle einer Veröffentlichung genannt werden will.

Überlege, welche Stipendien zu Dir passen und was Dir gerade bei Deiner Arbeit weiterhilft. Schau Dir an, wer hinter den Förderungen steht, wer in der Jury sitzt und welche Künstler*innen bisher gefördert wurden. Das kann Dir dabei helfen, zu entscheiden, ob die Ausschreibung zu Dir passt oder nicht. Außerdem solltest Du Dir die Ausschreibungen genau durchlesen und prüfen, ob das gesuchte Profil auf Deine Arbeit und Deine Bedürfnisse zutrifft.

Anschließend kannst Du Dir eine Tabelle anlegen und notieren, für welche Stipendien Du Dich wann bewirbst, um nicht den Überblick zu verlieren. Dafür solltest Du Zeit einplanen. Mögliche Kategorien in der Liste: Abgabefrist, Priorität, Name der Förderung, Art und Höhe der Förderung, Webadresse, Kontakt bei Rückfragen, Bewerbungssprache, Dauer des Stipendiums, Zu- oder Absage.

Es wird Dir sehr weiterhelfen, wenn Du Deine bisherigen Projekte sortiert und dokumentiert hast. So sind zum Beispiel bei Ausstellungen hochwertige Fotos und gesammelte Presserezensionen wichtig. Gib nicht immer dieselbe Bewerbung ab, sondern passe Dein Portfolio an die Ausschreibung an. Wenn eine Ausstellung gefordert ist, hebe Deine bisherigen Ausstellungen hervor. Wenn Du eine Projektförderung möchtest, zeige, dass Du schon ähnliche Projekte erfolgreich realisiert hast oder Erfahrungen gesammelt hast, die Dir bei der Umsetzung helfen werden.

Lies Dir aufmerksam die Ausschreibung durch und notiere Dir alle Voraussetzungen, die das Portfolio erfüllen sollte. Es kann sein, dass nur bestimmte Formate genommen werden, das Projekt in zwei Sprachen eingereicht werden muss oder eine vorgegebene Datenmenge nicht überschritten werden darf. Gelegentlich werden Termine für offene Fragerunden angeboten, an denen Du teilnehmen kannst, oder es ist eine Kontaktperson vermerkt, an die Du Dich im Vorfeld wenden kannst. Falls ein Motivationsschreiben gefordert ist, dann recherchiere davor über den Ort und die Institution und überlege Dir, warum Du besonders gut zu diesem Stipendium passt und inwiefern es wichtig für Deine künstlerische Weiterentwicklung sein könnte.Interessant könnte auch für die Jury sein, inwiefern Dein gewähltes Projekt oder der Kern Deiner Arbeit für gesellschaftliche Diskurse relevant ist und welche langfristigen Ziele Du mit Deiner Arbeit verfolgst.

Bei der Gestaltung Deines Portfolios achte darauf, keine grafischen Todsünden zu begehen oder störende Schriftarten zu verwenden. Im Zweifelsfall kennst Du vielleicht eine*n Grafik-Designer*in, der/die Dich beraten kann. Sonst sei sehr zurückhaltend und schlicht in der Gestaltung und lass Deine Arbeiten für sich sprechen. Wenn ein Portraitfoto von dir gefordert wird, kannst Du ein professionelles Bild von Dir machen lassen, das Du immer wieder verwenden kannst.

Gehe vor dem Abschicken noch einmal alle Daten durch und vergleiche sie mit der Ausschreibung. Achte darauf, dass die angeforderten Unterlagen vollständig sind und die Benennung Deiner Dokumente korrekt ist.

Kontrolliere alle Texte auf Formulierungen und korrekte Rechtschreibung, dafür gibt es kostenlose Internetseiten: www.rechtschreibpruefung24.de.
Synonyme für Formulierungen findest Du unter: www.synonyme.woxikon.de. Falls Du Links zu Presseartikeln, Dokumentationen oder Videoarbeiten in Deinem Portfolio hast, kannst Du sie mit https://bitly.com kostenlos abkürzen. Pdf-Dateien verkleinern kannst Du unter: https://www.chip.de/tools/pdf/pdf komprimieren/

Wenn Du die Unterlagen analog einreichst, dann wähle hochwertiges Papier und überlege, ob Du das Portfolio um eine Seitennummerierung ergänzt, da sie während des Auswahlprozesses der Jury durcheinander geraten können.

Besonders bei längeren Aufenthaltsstipendien kann es vorkommen, dass eine Auswahl an Bewerber:innen zu Vorstellungsgesprächen eingeladen wird. Dies kann in kleiner Runde sein, aber auch vor einem ganzen Verein. Wenn Dich das nervös macht, dann kannst Du Dir im Vorfeld mögliche Fragen überlegen und Dir Antworten zurechtlegen und Dich von einer vertrauten Person zum Termin bringen lassen.

Leider kommt es bei den meisten Stipendien zu Absagen. Oder noch schlimmer: Nur die Gewinner:innen werden informiert, und der Rest bekommt nicht mal eine Benachrichtigung. Auf ein ausgeschriebenes Stipendium bewerben sich teilweise Hunderte von Künstler*innen. Darüber zu grübeln, aus welchem Grund das eingereichte Portfolio gescheitert ist, ergibt wenig Sinn. Vielleicht hat eine andere Person besser zum Profil gepasst, vielleicht war der Zeitpunkt der Bewerbung falsch – es gibt unzählige Möglichkeiten, warum es nicht geklappt hat. Wer sich für Stipendien bewirbt, sollte mit Absagen rechnen und sie als Teil des Weges sehen. Und es sollte nicht vergessen werden, dass Jurys auch Netzwerke sein können. Vielleicht bist Du nicht die richtige Person für das Stipendium gewesen, wirst aber für ein anderes Projekt entdeckt.